Fachübungsleitertreffen Skitouren des DAV Karlsruhe in Namlos im Lechtal


Zum ersten Mal trafen sich die Fachübungsleiter (FüL) Skitouren für eine gemeinsame Ausfahrt. Das Ziel sollte aufgrund von Wetter und Lawinenlage Namlos im Lechtal sein, und zwar vom 19. – 21. Februar des vergangenen Winters. Insgesamt waren 11 FüL mit dabei.

Die ersten beiden, Hansi und Bernhard, erkundeten bereits am Freitag die Gegend und berichteten am Abend von ihren Erlebnissen am Tschachaun. Insgesamt gab es wenig Neuschnee auf einer verfestigten, aber eher dünnen Altschneedecke.

Und so war es dann auch, dass die eine Gruppe mit Erik, Florian, Bernhard, der andere, und ich am nächsten Tag ebenfalls Richtung Tschachaun aufbrachen. Es gab viele Bachläufe, die offen waren, und uns jeweils zum Ski Abschnallen zwangen. Das Wetter war föhnig vorhergesagt. In der Höhe nahm der Wind zu, in windgeschützten Plätzen war es schon frühlingshaft warm.



Unterhalb des Tschachaun entschieden wir uns, diesen auszulassen und dafür die Mittelberg-Umfahrung anzugehen. Dafür ging es dann nach links steil zum Hinterbergjoch weg, mit Ski oder auch zu Fuss, je nach gusto.



Der Wind nahm uns die Entscheidung über eine Vesperpause vorweg. So ging es landschaftlich grossartig unter der Nordwand der Heiterwand hinab zur Hinterberghütte. Skitechnisch war es nicht einfach: windgepresster Schnee oder alte Felder von Nassschneelawinen. Zuvor war die Nullgradgrenze bereits über 3000 m, was für Februar eher ungewöhnlich war.

Vor der Hinterberghütte gab es dann die erwartete Pause, bevor es dann zum Kühkarjöchl hinaufging.



Am Pass hatte der erwartete Wind uns wieder. Doch bereits etwas tiefer konnten wir ein paar tolle Schwünge in ganz ordentlichem Schnee zeichnen. Zum Schluss ging es durch das Faselfeiltal zurück zum Ausgangspunkt, Ski Abschnallen inclusive.



Das Wetter hat durchgehalten und war besser als erwartet. Ganztägig gab es blauen Himmel.

Die zweite Gruppe (Hansi, Bernhard, Tobias, Uta, Sandra, Ansa und Arno) startete etwas talabwärts über die Fallerscheinalpe zur Namlosen Wetterspitze, mit 2553 m rund 500 Hm höher als unsere beiden Passübergänge. So war es nicht verwunderlich, dass auch sie von einer sehr kurzen Gipfelrast berichteten.

Am Sonntagmorgen gab es eine geschlossene Wolkendecke oberhalb der Gipfel, mit der Aussicht, dass der Fön zusammenbrechen würde. Der Lawinenlagebericht hatte sich aufgrund des Windes und des zu erwartenden Triebschnees auf die Stufe 3 erhöht.

Beim Frühstück entschieden wir, gemeinsam von Kelmen auf die Hintere Steinkarspitze zu starten. Anfangs ging es durch lichten Wald auf einen Rücken in 1800m Höhe. Dahinter gab es nordseitig auf ca. 100 Hm wunderbaren Pulver, den jeder auf seine Weise nutzte. Anschliessend ging es den zum grössten Teil den verspurten Gipfelhang hinauf. Am Gipfel erwartete uns wieder zügiger Wind, wobei die Sicht ab und zu etwas milchig, aber weitaus besser als zu erwarten war.